Geflügelpest - Stallhaltungspflicht für Geflügel

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Mit 10. Jänner 2017 tritt die 6. Änderung der Geflügelpest-Verordnung 2007 in Kraft. Damit gelten für alle Geflügelhalter - auch für nicht kommerzielle Kleinhaltungen - die Maßnahmen gemäß § 8 der Geflügelpest-Verordnung. Das Ziel ist, eine Ansteckung des Hausgeflügels durch Wildvögel bestmöglich zu verhindern. Da der derzeitige  Virustyp zahlreiche Sterbefälle in der Wildpopulation verursacht, sollen TierhalterInnen im eigenen Interesse auf eine strikte Einhaltung achten.

Maßnahmen gemäß §§ 7 und 8 der Geflügelpest-Verordnung sind unter anderem

  • eine Meldepflicht für Veranstaltungen mit Geflügel oder anderen Vögeln,
  • das Gebot, Geflügel und andere in Gefangenschaft gehaltene Vögel dauerhaft in Stallungen oder jedenfalls in geschlossenen Haltungseinrichtungen, die zumindest nach obenhin abgedeckt sind, unterzubringen ("Stallpflicht"),
  • das Verbot, Tiere mit Wasser aus Sammelbecken für Oberflächenwasser zu tränken, zu dem auch Wildvögel Zugang haben,
  • die Vorschrift, dass Beförderungsmittel, Ladeplätze und Gerätschaften, die mit Geflügel in Kontakt waren, mit besonderer Sorgfalt zu reinigen und desinfizieren sind.

Außerdem müssen Betriebe der Behörde unverzüglich melden, wenn

  • Geflügelherden die Futter- und Wasseraufnahme um mehr als 20% reduzieren,
  • die Legeleistung um mehr als 5% für mehr als zwei Tage zurückgeht oder
  • eine erhöhte Sterblichkeit der Tiere (höher als 3% in einer Woche) beobachtet wird.