Chronik der Gemeinde

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Zeit

Ereignis

Urzeit

Das Dinotherium - ein urzeitliches Rüsseltier - lebt im Ferbesbachtal.

1. -3. Jh.

Im Ferbesbachtal gab es eine römerzeitliche Siedlung. Funde aus den Hügelgräbern am Fuße des Lebenberges weisen darauf hin.

11. Jh.

Das Gemeindegebiet wird von bairischen Siedlern erschlossen.

1219

Mit Ull (= Ulrich) von Vasoldsberg wird der Name Vasoldsberg erstmals schriftlich genannt. Der Name ist vom sagenhaften Riesen Fasold hergeleitet.

1252

Die Burg Vasoldsberg wird erstmals genannt.

13. Jh.

Das Johannespatrozinium der Burgkapelle weist sie als Taufkirche mit pfarrlichen Rechten aus.

1299

Der Bischof von Seckau erwirbt die Burg Vasoldsberg und gibt sie an die Strettweger als Lehen aus.

1268/69

Das Dorf Wagersbach wird als "Wageinsbach" erstmals genannt. Es umfasst 14 bäuerliche Huben.

1346

Breitenhilm wird als "Praetenhulb" erstmals genannt. Der Name weist auf eine breite "Hulbe" hin - eine nasse Quellstelle.

1347

Der Erzbischof von Salzburg tauscht mit dem Bischof von Seckau in der Pfarre St. Johannes zu Vasoldsberg gelegenen Zehentrechte aus.

1348-1349

Die Pest fordert auch im Ferbesbachtal und den angrenzenden Gebieten zahlreiche Opfer.

1371

Herzog Leopold setzt sich in den Besitz der Burg Vasoldsberg und erhält sie vom Bischof zu Seckau als Lehen.

14. Jh.

In Breitenhilm besteht ein Edelhof, der in der Neuzeit wieder zum Bauernhof wird.

1467

Die Burg Vasoldsberg ist im Besitz von Kaiser Friedrich III. Er zwingt den Bischof, auf seine Lehenshoheit zu verzichten und dem Kaiser die Burg als freies Eigen zu übertragen.

1477

Ein Heuschreckeneinfall zieht große Schäden nach sich. Weitere Einfälle erfolgen 1478 und 1480.

1478-1482

Eine Pestepidemie trifft auch den Vasoldsberger Raum.

1480

Viele bäuerliche Gehöfte sind als Folgen von Fehden, Seuchen und Ungarneinfällen verlassen

1540

Der Wert des bäuerlichen Viehstandes übersteigt oft den Wert der gesamten Liegenschaft. Ochsen dienen als Zugtiere, rund ein Viertel der Vasoldsberger Untertanen besitzt auch ein oder mehrere Pferde.

ab 1541

Koloman Prunner, kaiserlicher Verweser von Vasoldsberg, baut die Burg zum Schloss aus und Sitz einer kleinen Grunherrschaft aus. Er nimmt den Namen Prunner zu Vasoldsberg an.

1589

Peter Schwarcz ist der letzte bekannte Pfarrer in Vasoldsberg, die Pfarre wird in der Reformationszeit aufgelassen.

1626

Regina von Globitzer, geb. Herberstein, bau den Bauernhof Klingenstein zu einem Schlössel aus.

nach 1650

Die Sartori bauen den Bauernhof Klingenstein als Adelssitz aus.

1680/1681

Die Pest tritt letztmals im Raum östlich von Graz auf.

ab ca. 1750

Die Dreifelderwirtschaft wird auch im Vasoldsberger Gebiet von der Fruchtwechselwirtschaft abgelöst.

1754

Kaiserin Maria Theresia verfügt, dass erwerbsunfähige Personen nach zehnjährigem Aufenthalt an einem Ort die Versorgung an diesem Ort. Das Heimatrecht wird entscheiden für die Armenversorgung.

1778

Der Glockengießer Martinus Feltl stellt die Glocke im Turm des Schlosses Vasoldsberg her.

1770

Kaiserin Maria Theresia ordnet die Einrichtung von "Werbbezirksherrschaften" an. Schloss Vasoldsberg ist als "Bezirksherrschaft" Verwaltungsmittelpunkt von 13 umliegenden Katastralgemeinden. Die im Rahmen einer Volkszählung eingerichteten "Nummerierungsabschnitte" entwickeln sich zur Steuergemeinde, für die auch der Ausdruck Katastralgemeinde in Gebrauch kommt.

1782

In der KG Breitenhilm wohnen 51 Familien mit 298 Personen, in der KG Premstätten bei Vasoldsberg 147 Familien mit 841 Personen und in der KG Wagersbach 47 Familien mit 255 Personen. Auf dem gesamten Gemeindegebiet von Vasoldsberg gab es 245 Familien mit insgesamt 1.394 Personen.

1785

Von den Flächen der Katastralgemeinde Premstätten werden 732 Joch als Acker, 167 Joch als Wiese, 18 Joch als Hutweide, 38 Joch als Weingarten und 949 Joch als Wald genutzt.

1809

Pangratz Fuchs erzeugt in Wagersbach einen eisernen Halbpflug, der als "Fernitzer Pflug" bekannt wurde.
Der Anfang des Schulunterrichtes im Raum Vasoldsberg liegt in der privaten Initiative des Militär-Urlaubers Matthäus Alt.

um 1825

In Vasoldsberg hat die "Filiale Ost-Graz" der von Erzherzog Johann 1819 gegründeten "k. k. Landwirtschaftsgesellschaft in Steiermark ihren Sitz. Hier fanden sich die Bauern zusammen, die sich um die Verbesserung der Landwirtschaft bemühten.

1840

In der KG Breitenhilm stehen 66 Häuser mit362 Einwohnern, in der KG Premstätten 160 Häuser mit 1.083 Einwohnern und in der KG Wagersbach 49 Häuser mit 266 Einwohnern.

1842

Das erste Schulhaus für Vasoldsberg wird erbaut.

1843

In der KG Breitenhilm gibt es 9 Gewerbetreibende mit 13 Gesellen und Lehrlingen sowie 66 Bauern und Keuschler, die insgesamt 164 Dienstboten beschäftigen. In der KG Premstätten arbeiten 3 Beamte, 24 Gewerbetreibende mir 23 Gesellen und Lehrlingen, 1 Kramer und 160 Bauern mit 489 Dienstboten. In der KG Wagersbach gibt es 4 Gewerbetreibende mit 3 Gesellen und Lehrlingen und 49 Bauern mit 107 Dienstboten.

1848

Ende der Grunduntertänigkeit - die Bauern werden frei.

1849

Die Steuergemeinden Breitenhilm, Premstätten bei Vasoldsberg und Wagersbach schließen sich zur Ortsgemeinde Premstätten zusammen.

1852

Das Gemeindegebiet wird zwecks Feuerwache in mehrere Wachbezirke eingeteilt. In jedem Wachbezirk müssen pro Nacht zwei Grundbesitzer unentgeltlich Nachtwache halten.

1870

Der Bauer Sebastian Putz aus Breitenhilm entdeckt das Fossil eines Dinotheriums.

1873

Das Steiermärkische Armengesetz regelt die Armenversorgung durch das System der "Einlege". In einer Landgemeinde wie Vasoldsberg konnten die Armen zur Verköstigung und Unterbringung an selbständige Haushalte nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel zugewiesen werden.

1878

Agostino Caligaro betreibt in Breitenhilm eine Ziegelei. Drei Jahre später wird eine Ziegelei des Josef Karner, ebenfalls in Breitenhilm genannt.

1888

Eröffnung des neuen Schulhauses in Premstätten.

1896

Die öffentliche Armenversorgung wird endgültig Aufgabe der Gemeinden.

1910

In Vasoldsberg wird das elektrische Licht eingeführt.

um 1925

In Breitenhilm entsteht eine erste Musikgruppe; auch die Feuerwehrkapelle Breitenhilm geht auf diese Zeit zurück. 

1948

Die Steyr-Daimler-Puch Aktiengesellschaft richtet im Schloss Vasoldsberg ein Erholungsheim ein.

1962

Die Gemeinde Vasoldsberg erhält ein Wappen: Ein aus einer Zinnenmauer wachsender goldener gekrönter Löwe. Es erinnert an das Wappen von Ull dem Vasoldsberger.

1994

Eröffnung des ersten Gemeindekindergartens 

1999

Eröffnung der Mehrzweckhalle

2007

Renovierung des Wahrzeichens der Gemeinde, des Klingensteiner Achteckstadels als Leitmotiv der Region „Hügelland östlich von Graz – Schöcklland“

2007

Markterhebung der Gemeinde am 1. September

2007

Eröffnung des neuen Gemeindezentrums 

 2010

 Eröffnung des Gewerbezentrums

 

 2010 Eröffnung des Trainingszentrums
 2013 Eröffnung des SeneCura Sozialzentrums
 2013/2014 Bau eines neuen Altstoffsammelzentrums