Geschichte

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Die Entstehungsgeschichte der Marktgemeinde Vasoldsberg in kurzer Form

 

Der „älteste“ namentlich bekannte Bewohner unserer Gemeinde ist Ull der Vasoldsberger. Er gehörte im Jahr 1219 zum Gefolge des Herzogs Leopold und war als Zeuge an einer in Wien durchgeführten Güterveräußerung beteiligt. Dieses Jahr markiert nur den Beginn der schriftlich dokumentierten Geschichte des Vasoldsberger Gebietes. Besiedelt war es, wenn auch dünn, schon seit Generationen.

 

Die am Beginn des 13. Jahrhunderts bestehende Burg Vasoldsberg gehörte dem Landesfürsten. Der hier ansässige Ull der Vasoldsberger war sein Lehensmann. Der Name seines Sitzes wurde schließlich zum Namen unserer Gemeinde.


 

Schloss Vasoldsberg

 Schloss Vasoldsberg im Jahre 1681

 

Das Dorf Wagersbach wird 1265 als „Wageinsbach“ erstmals schriftlich genannt, Breitenhilm folgt 1346 als „Praetenhulb“. In Wagersbach bestanden um die Mitte des 13. Jahrhunderts 14 Bauernhuben. Viele dieser Huben waren um 1480 verlassen  - Naturkatastrophen und kriegerische Auseinandersetzungen hinterließen ihre Spuren.

 

Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts spielte Schloss Vasoldsberg, zu dem Koloman Prunner die Burg im 16. Jahrhundert ausgebaut hatte, als „Bezirksherrschaft“ die Rolle eines Verwaltungsmittelpunktes für 13 umliegende Katastralgemeinden.

 

Die drei Steuergemeinden Breitenhilm, Premstätten bei Vasoldsberg und Wagersbach schlossen sich 1849, dem Geburtsjahr der freien politischen Gemeinde, zur Gemeinde „Premstätten bei Vasoldsberg“ zusammen. Sie trägt seit der Namensänderung im Jahr 1947 den Namen Vasoldsberg.

 

Die symbolhafte Erinnerung an die mit Ull dem Vasoldsberger erloschene Familie lebt im Wappen weiter, das der Gemeinde Vasoldsberg 1962 verliehen wurde. Er zeigt einen aus einer silbernen Zinnenmauer wachsenden, goldenen, gekrönten Löwen. Das Wappen kann uns Sinnbild für bisher mit viel Einsatz geleistetes und Auftrag an jede kommende Generation für noch zu Leistendes sein, um unsere Gemeinde als eine lebendige und aufstrebende Wohnsitzgemeinde weiter zu gestalten.