Schloss Klingenstein

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Das Schloss Klingenstein

 

Das Schloss Klingenstein entstand in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus dem Hof der Chlingsteiner ein Adelsitz der Familie Sartori.

 

Schloss Klingenstein war ab 1720 abwechselnd im Besitz der Grafen Herberstein, des Stiftes Stainz und der Grafen Bellegarde, um nur einige zu nennen. Heute ist das Schloss in Privatbesitz. Blättert man in der wechselvollen Geschichte des Anwesens, so wird man sicherlich vom Schicksal des Hans Sigmund Globnitzer berührt sein. Seine Mutter, Regina Globnitzer, Herrin auf „Hof Klingenstein nägst bei Vasoldsberg“ musste als Protestantin das Land verlassen und verkaufte 1630 ihr Anwesen an die Freiherrn von Herberstein.

 

 

Schloss Klingenstein

 

 Das Schloss Klingenstein

 

Da minderjährige Kinder ihren ausgewiesenen protestantischen Eltern nicht folgen durften, musste sie ihren zehnjährigen Sohn Hans Sigmund zurücklassen. Was diese Trennung für das Kind bedeutet haben mag, lässt sich einem Ansuchen der Mutter entnehmen, die 1633 darum bat, ihren Sohn, „der durch schwere und tödliche Krankheit fast um den Verstand gekommen und nun zu allen Sachen untauglich ist“, zu sich nehmen zu dürfen, da sie ihn als Mutter besser pflegen könnte.

 

Am kleinen zweigeschossigen Bau fallen, neben der lebhaften Außengestaltung, vor allem die auf Säulen gestützte Erkertürmchen auf. Die Eingangsfront wird von einem vorgezogenen und auf Säulen ruhenden, viergeschossigen Fassadenturm markiert, davor befindet sich ein kleiner ehemaliger Ziehbrunnen. Das Vorgelände des Schlosses ist durch Böschungsmauer und Steinbalustraden abgesichert.

 

Hinzuweisen ist auch auf den herrlichen und botanisch sehr interessanten Baumbestand im Schlosspark, der nicht zuletzt wegen Seltenheit und Alter der Bäume unter Naturschutz steht. Unterhalb des Schlosses in einem eingezäunten Bereich und daher nicht zugänglich liegt eine klassizistische Kapelle mit einem spätbarocken Stuckmarmoraltar, in den als Predella eine gusseiserne Grabplatte des Grafen Bellegarde eingearbeitet ist.